Woche 2 //// Lektion 3 //// FitLogic – warum es sinnvoll ist, bereits in der Basisgröße an die Gradierung zu denken

Damit das gelingt, muss bereits in der Entwicklung überlegt werden, welche Bereiche unverändert bleiben sollen, wo Anpassungen notwendig sind und welche Linien oder Strecken im Größenlauf besondere Aufmerksamkeit erfordern.
Je klarer ein Modell in seiner beabsichtigten Wirkung verstanden wird, desto besser lassen sich solche Entscheidungen treffen. Gradierung sollte deshalb kein nachgelagerter Schritt sein, sondern als wichtiger Teil der modellgerechten Schnittentwicklung in den Schnittentwicklungsprozess integriert werden.
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Was beim Entwickeln von Schnitten von Anfang an mitgedacht werden sollte
Gradierung beginnt nicht erst nach der Entwicklung eines Modells, sondern sollte von Anfang an mitgedacht werden. Denn jede Entscheidung, die in der Basisgröße getroffen wird, wirkt sich auf alle weiteren Größen aus.
Ein Modell wird zunächst in einer Basisgröße entwickelt und dort in Proportion, Linienführung, Passform und Funktion aufeinander abgestimmt.
In der Basisgröße wird festgelegt, wie ein Kleidungsstück aussehen, sitzen und funktionieren soll. Dieser Modellcharakter soll auch in den anderen Größen erhalten bleiben. Gleichzeitig muss das Kleidungsstück sich weiter an der Körperform orientieren, die sich mit zunehmender Größe stark verändert.
Beim Entwickeln eines Schnittes muss deshalb früh mitgedacht werden, wie sich bestimmte Lösungen im Größenlauf verhalten. Zusätzliche Weite, Nahtverläufe, Teilungsnähte, Abstände, Längen oder die Platzierung konstruktiver und gestalterischer Elemente wirken in unterschiedlichen Größen nicht automatisch gleich. Was in der Basisgröße stimmig erscheint, kann sich im Größenlauf deutlich verändern.
Gradierung bedeutet daher nicht nur, einen Schnitt technisch auf weitere Größen zu übertragen. Sie bedeutet auch, den Modellcharakter, die Proportionen und die Funktion eines Kleidungsstücks über mehrere Größen hinweg zu erhalten.
Damit das gelingt, muss bereits in der Entwicklung überlegt werden, welche Bereiche unverändert bleiben sollen, wo Anpassungen notwendig sind und welche Linien oder Strecken im Größenlauf besondere Aufmerksamkeit erfordern.
Je klarer ein Modell in seiner beabsichtigten Wirkung verstanden wird, desto besser lassen sich solche Entscheidungen treffen. Gradierung sollte deshalb kein nachgelagerter Schritt sein, sondern als wichtiger Teil der modellgerechten Schnittentwicklung in den Schnittentwicklungsprozess integriert werden.