Woche 2 //// Lektion 4 //// FitLogic – Gradierung mitdenken anhand konkreter Beispiele
Insgesamt gibt es zahlreiche Einflussfaktoren, die bereits bei der Style-Entwicklung in Größe 38 berücksichtigt werden müssen.Gradieren mitdenken heißt bei einem Schnitt immer, die Körperform beziehungsweise die weitere Körperentwicklung vor Augen zu haben.
Ziel ist es, nicht nur die aktuelle Größe zu bewerten, sondern die Entwicklung über den gesamten Größenlauf hinweg mitzudenken.
Tipp //// Den Inhalt dieser Lektion findest du auch in einem PDF etwas weiter unten auf der Seite. Du kannst es dir parallel öffnen oder ausdrucken. In dem PDF findest du alle Inhalte aus dieser Lektion (Lektion 4) und Lektion 3, mit allen Abbildungen in einem größeren Format und allen Texten zusammenhängend im Din A4 Format.
Was bedeutet es, Gradierung mitzudenken? //// Ausschnitttiefe
Ein vergleichbares Thema ist die Ausschnitttiefe, insbesondere im Rücken, sowie keilförmige Lösungen. In kleinen Größen sind solche Konstruktionen oft ohne BH tragbar, in großen Größen jedoch nicht mehr. Gleichzeitig verändern sich die BH-Konstruktionen: Materialien werden stabiler, und insbesondere die Stegbreiten im Rückenbereich nehmen deutlich zu. Dadurch verschiebt sich die Position des BHs nach oben. Ein in Größe 38 ausgewogener Ausschnitt kann in größeren Größen problematisch werden. Deshalb ist früh zu entscheiden, ob die gewählte Ausschnitttiefe auch unter diesen Bedingungen funktioniert.
Der hintere Ausschnitt ist dabei besonders kritisch, da er die Position des Halslochs an der Schulter bestimmt. Wird der hintere Ausschnitt zu tief, geht Kontrolle über den Halslochdurchmesser verloren. Das kann dazu führen, dass sich das Kleidungsstück verschiebt, zur Schulter hin wandert oder Beulen im Armlochbereich entstehen. Die benötigte Länge wird dann über die Ausschnitttiefe kompensiert, was sich direkt auf Passform und Trageverhalten auswirkt.