Woche 12 //// Lektion 1 ////TechInsight //// Körperbetonte Kleider
TechInsight-Lektion zu den konstruktiven Prinzipien körpernaher Kleider: reduzierte Nahtführung bei Wirkware, Formung zwischen Oberweite, Taille und Hüfte, materialabhängiges Minusmaß, vertikale Verkürzung, Bewegungsweite bei Webware sowie Ärmel-Armloch-Verarbeitung bei festem Denim.
Reduzierte Nahtführung bei Wirkware
Körperbetonte Kleider //// Reduzierte Nahtführung bei Wirkware
Bei Kleidern aus Wirkware ist eine reduzierte Nahtanzahl häufig sinnvoll. Große Musterflächen bleiben erhalten und das elastische Material wird nicht unnötig durch zusätzliche Nähte versteift.
Sind keine Teilungsnähte oder Wiener Nähte vorgesehen, übernehmen vor allem die beiden Seitennähte und die hintere Mitte die Formgebung. Diese drei Nahtbereiche müssen dann die Unterschiede zwischen Oberweite, Taille und Hüfte aufnehmen.
Die reduzierte Nahtführung unterstützt eine ruhige Optik, begrenzt aber die Verteilung der Ausfallbeträge. Starke Umfangsdifferenzen müssen geschickt verteilt werden und dürfen nicht auf eine einzelne Naht konzentriert werden.
Je weniger Nähte vorhanden sind, desto stärker muss jede einzelne Naht die Körperform steuern.